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Wochenbett · Praxis-Tipps & Checkliste

Wochenbett-Tipps & Checkliste

30 praxiserprobte Wochenbett-Tipps, eine komplette Wochenbett-Checkliste zum Abhaken und die Antworten auf die Fragen, die in den ersten Wochen nach der Geburt wirklich zählen: Kliniktasche, Dammnaht-Pflege, Hämorrhoiden, Kaiserschnitt, Schlaf, Stillen und Mental Load. Alles hebammen-nah formuliert — damit du Zeit hast, was wirklich wichtig ist: dein Baby und dich.

Hebammen-erprobt30 Tipps + ChecklisteSanfte Intimpflege nach Geburt
Lesezeit 12 MinVeröffentlicht 12. Mai 2026

Was ist das Wochenbett wirklich?

Das Wochenbett ist die Schon- und Heilungsphase nach der Geburt und dauert in Deutschland offiziell acht Wochen. Die ersten zehn Tage gelten als Frühwochenbett, danach folgt das Spätwochenbett bis Ende der achten Woche. Es ist keine gemütliche Pause, sondern eine medizinisch wichtige Phase: Deine Gebärmutter bildet sich von rund einem Kilo auf etwa 50 bis 70 Gramm zurück, der Wochenfluss reinigt den Uterus, der Beckenboden erholt sich, Hormone bauen radikal um, die Brust stellt auf Milchbildung um, und — falls vorhanden — heilen Damm- oder Kaiserschnittnaht. Gute Wochenbett-Pflege heißt deshalb: weniger machen, mehr regenerieren.

Genau deshalb sind die meisten unserer Wochenbett-Tipps Empfehlungen, etwas nicht zu tun: nicht früh aufstehen, nicht schwer heben, nicht reiben, nicht parfümieren, nicht zu viel Besuch empfangen. Was du aktiv tust, soll vor allem sanft sein — Wasser statt Chemie, Tupfen statt Reiben, Hinlegen statt Funktionieren. Wenn du tiefer in das Thema sanfte Wochenbett-Hygiene einsteigen willst, findest du dort den ausführlichen Hygiene-Guide. Hier liegt der Fokus auf der praktischen Wochenbett-Checkliste und konkreten Tipps für jede Situation.

Kliniktasche für dich: 12 Must-haves

Über die Erstausstattung Wochenbett fürs Baby wird viel geschrieben. Was du selbst in der Kliniktasche brauchst, kommt oft zu kurz. Hier die kliniktasche wochenbett-Liste, die sich in der Hebammen-Praxis bewährt hat — kompakt, ohne Schnickschnack, aber genau das, was wirklich hilft.

  1. Wochenbett-Einlagen (groß, atmungsaktiv, unparfümiert) — ein Paket reicht für die ersten Tage. Gibt es bei dm und Rossmann.
  2. Netzhosen oder alte dunkle Baumwoll-Slips — die Klinik stellt meist Netzhosen. Mitnehmen kannst du dunkle Slips, die ruhig fleckig werden dürfen.
  3. Po Dusche für sanfte Wasser-Hygiene — eine mybidet Po Dusche ersetzt Spülflasche, Bidet und Feuchttücher in einem. Kein Strom, auslaufsicher, passt in jede Tasche.
  4. Weiche Baumwolltücher oder Mullkompressen zum sanften Tupfen — keine rauen Toilettenpapierrollen aus dem Klinikflur.
  5. Bequemer Still-BH oder Bustier — zwei Größen über deiner aktuellen Brust, da die Milch einschießt.
  6. Stilleinlagen — auch wenn du dich gegen Stillen entscheidest, läuft die Brust in den ersten Tagen oft.
  7. Lockere Kleidung mit hohem Bund — ein weiches Wickelkleid, eine Jogginghose, ein langes Shirt. Nichts Enges am Bauch.
  8. Wollstopper oder Heilwolle — auf Hebammen-Empfehlung, hilft bei wunden Brustwarzen und gereizten Wundrändern.
  9. Pflegeprodukte: pH-neutrale Waschlotion, Lippenbalsam, Haargummi, Zahnbürste — die Grundausstattung. Keine Parfums, keine aggressiven Duschgele.
  10. Snacks und eine große Trinkflasche — Stillen macht durstig und hungrig, Kliniknachschub kommt nicht immer auf Knopfdruck.
  11. Ladegerät mit langem Kabel, Kopfhörer, eine Schlafmaske — du wirst dich freuen.
  12. Mutterpass, Personalausweis, Versichertenkarte, Vorsorgeunterlagen sowie alles für die Vorsorge des Babys (U2 in der Klinik).

Tipp aus der Praxis: Pack lieber etwas weniger Baby-Sachen ein. Body, Strampler und Windeln stellt die Klinik in der Regel. Für dich darf die Tasche dafür voller sein. Eine kompakte po-dusche schwangerschaft- und Wochenbett-Lösung wie mybidet ist eines der Dinge, die später häufig genannt werden mit dem Satz: "Das wollte ich nicht mehr hergeben."

mybidet in der Kliniktasche

Kompakt, auslaufsicher, ohne Batterien. Was Hebammen oft empfehlen, findest du bei dm, Rossmann, Budni und Amazon — ab 14,95 €. Ideal für nach geburt po reinigen, nach geburt intimpflege und für die ersten Wochen, wenn jede Berührung empfindlich ist.

Dammnaht & Wochenfluss: 7 Hebammen-Tipps

Rund die Hälfte aller Erstgebärenden hat eine Verletzung am Damm — vom winzigen Einriss bis zur Episiotomie (Dammschnitt). Hinzu kommt der Wochenfluss, der in den ersten Tagen sehr stark sein kann. Diese sieben Tipps zur dammnaht pflege, dammriss hygiene und wochenflusspflege kommen direkt aus der Hebammen-Praxis und folgen den Empfehlungen des Deutschen Hebammenverbands.

  1. Nach jedem Toilettengang lauwarm spülen. Eine Po Dusche, ein Bidet oder eine Spülflasche mit klarem, körperwarmem Wasser. Keine Seife, keine Tücher.
  2. Während des Urinierens mitspülen. Das verdünnt den Harn direkt auf der Wunde und reduziert das Brennen sofort. Der vielleicht beste Tipp überhaupt für die ersten Tage.
  3. Tupfen, nicht wischen. Weiche Baumwolltücher, Mullkompressen oder weiches Toilettenpapier — von vorne nach hinten, ohne Druck.
  4. Luft an die Naht. Mehrmals täglich für ein paar Minuten ohne Unterwäsche und ohne Einlage hinlegen — am besten auf ein Handtuch im Bett. Wundheilung liebt Luft.
  5. Einlagen oft wechseln, mindestens alle drei bis vier Stunden. Lieber atmungsaktive Wochenbett-Einlagen als Plastik-Backings. Kein Tampon im Wochenbett — Infektionsrisiko.
  6. Kühlen bei Schwellung, etwa mit gekühlten Kompressen (in ein dünnes Tuch wickeln, nicht direkt auf die Haut) oder speziellen Damm-Kühlpads. Hilft besonders in den ersten 48 Stunden.
  7. Beim Stuhlgang Druck rausnehmen: Füße auf einen kleinen Hocker, leicht vorbeugen, nicht pressen. Eine Hand sanft mit Kompresse von außen gegen die Naht halten gibt zusätzliche Sicherheit.

Der Wochenfluss verändert sich täglich: zuerst hellrot und stark wie eine starke Periode, nach einigen Tagen bräunlich, später gelblich und schließlich weißlich. Wenn er wieder hellrot wird, du Klumpen größer als eine Pflaume verlierst, plötzlich riecht oder das Tempo komplett ändert, ruf die Hebamme an. Das ist ein Punkt, an dem wir oft zu spät reagieren.

Hämorrhoiden im Wochenbett: was sofort hilft

Hämorrhoiden wochenbett sind kein Randthema — etwa jede dritte Frau hat in der Schwangerschaft oder direkt nach der Geburt damit zu tun. Die Ursachen: das Gewicht des Babys, die hormonelle Bindegewebslockerung und das Pressen unter der Geburt. Die gute Nachricht: Die meisten Hämorrhoiden bilden sich im Wochenbett von selbst zurück, wenn du dem Gewebe Ruhe gibst.

Was sofort hilft:

  • Wasser statt Papier. Nach jedem Stuhlgang mit lauwarmem Wasser reinigen. Eine Po Dusche ist hier deutlich angenehmer als Toilettenpapier — auch das härteste "extra weiche" Papier reibt auf entzündetem Gewebe. Mehr dazu im Artikel Po Dusche bei Hämorrhoiden.
  • Kühlen. Kühlkompressen, in ein dünnes Tuch gewickelt, je drei bis fünf Minuten. Mehrmals täglich, gerade nach dem Stuhlgang.
  • Sitzbäder mit Eichenrinde oder Hamamelis, ein- bis zweimal täglich. Apotheke oder bei dm und Rossmann erhältlich.
  • Nicht pressen, nicht zu lange sitzen. Stuhldrang sofort folgen, Füße erhöht, ruhig atmen. Toilettengänge unter zwei Minuten halten.
  • Ballaststoffe und Wasser. Haferflocken, Leinsamen, Trockenpflaumen, Gemüse, mindestens 2,5 Liter trinken. Stillende dürfen die meisten leichten Milchzuckerpräparate (Laktulose) verwenden — bitte mit der Hebamme abstimmen.
  • Bei akuten Beschwerden: Salbe oder Zäpfchen aus der Apotheke, in der Stillzeit nur nach Rücksprache. Bei Blutung, starken Schmerzen oder Knoten, die nicht zurückgehen, bitte einen Termin bei Proktologin oder Frauenärztin machen.

Wer schon in der Schwangerschaft betroffen war, sollte präventiv weitermachen, was geholfen hat. Vertiefung dazu im Artikel Hämorrhoiden in der Schwangerschaft.

Wochenbett nach Kaiserschnitt: das ist anders

Ein Kaiserschnitt ist eine Bauchoperation — die kaiserschnitt hygiene und Pflege folgt eigenen Regeln. Auch wenn der Damm nicht verletzt ist, gibt es einen Wochenfluss, weil die Gebärmutter sich genauso zurückbildet. Diese Punkte sind wichtig:

  • Aufstehen, sobald die Klinik es freigibt — meist nach 6 bis 12 Stunden. Frühe Mobilisierung beugt Thrombosen und Verklebungen vor.
  • Duschen ab Tag zwei nach Freigabe. Wasser nicht direkt auf die Narbe, sanft abtupfen. Keine Seife auf der Wunde, allenfalls außenrum.
  • Narbe trocken halten. Atmungsaktive Kleidung, keine engen Slips, ggf. eine Mullkompresse als Polster. Frische Luft tut der Narbe sehr gut.
  • Husten und Niesen abfedern. Eine Hand mit Kissen oder gefaltetem Handtuch leicht auf die Narbe drücken — das tut deutlich weniger weh.
  • Heben verboten. Nichts schwerer als dein Baby in den ersten sechs Wochen. Beim Aufstehen über die Seite rollen.
  • Intimpflege bleibt sanft. Auch ohne Dammnaht ist das Gewebe nach Geburt empfindlich. Nach geburt intimpflege mit lauwarmem Wasser, einer Po Dusche und ohne Feuchttücher ist auch nach Kaiserschnitt das angenehmste Setup.
  • Wundkontrolle durch die Hebamme oder Klinik. Bei Rötung, Schwellung, Pochen, Sekret oder Fieber sofort melden.

Schlafmangel im Wochenbett: 5 Survival-Hacks

Schlafmangel wochenbett ist die Disziplin, in der alle Eltern unfreiwillig Experte werden. Schlaf wird in den ersten Wochen seltener und kürzer — und Schlafmangel verstärkt jede andere Belastung. Diese fünf Hacks haben sich bewährt:

  1. Schlafe, wenn das Baby schläft. Klingt wie ein Klischee, ist aber das wichtigste. Nicht aufräumen, nicht E-Mails beantworten, nicht das Geschirr machen. Hinlegen. Auch 30 Minuten zählen.
  2. Schichten teilen. Falls möglich, übernimmt eine andere Person eine Nachtphase (z. B. mit abgepumpter Milch oder bei Flaschenkindern). Auch zwei Stunden am Stück Schlaf wirken Wunder.
  3. Reize runter am Abend. Gedimmtes Licht, kein Scrollen kurz vor dem Schlafen, kühle Schlafzimmertemperatur (16–18 Grad), wenn möglich.
  4. Power-Nap-Set: Schlafmaske, Ohrenstöpsel, weiche Decke griffbereit. Eine vorbereitete Tagschlaf-Ecke senkt die Hürde zum Hinlegen massiv.
  5. Koffein gezielt — bis 14 Uhr und maximal moderat (Stillende: ca. 200 mg Koffein/Tag, also etwa zwei Tassen Filterkaffee). Danach Wasser, Tees, Stilltee.

Ein realistischer Erwartungswert: In den ersten zwei Wochen kommen die meisten Neugeborenen alle zwei bis drei Stunden zum Stillen oder Trinken. Das ist normal und vorübergehend.

Stillen-Start: was am Anfang hilft

Stillen ist Lernen — für dich und fürs Baby. Diese stillen tipps machen den Einstieg leichter:

  • Erste Stunde Hautkontakt. Wenn medizinisch möglich, das Baby direkt auf die nackte Brust legen. Das fördert den Stillstart, die Bindung und die Milchproduktion.
  • Häufig anlegen, mindestens 8 bis 12 Mal in 24 Stunden in den ersten Tagen. Frequenz steuert die Milchbildung mehr als jede Technik.
  • Korrektes Anlegen: Mund weit offen, Lippen nach außen gestülpt, Unterlippe deutlich unter der Brustwarze, ein Großteil des Warzenhofs im Mund. Schmerzt es nach den ersten 20 Sekunden noch — vorsichtig lösen (kleiner Finger seitlich in den Mundwinkel) und neu anlegen.
  • Brustwarzen-Pflege: einen Tropfen Muttermilch auf der Brustwarze antrocknen lassen. Wenn nötig Lanolin-Salbe (purelan) oder ein Wollstopper. Bei Rissen die Hebamme einbeziehen.
  • Milcheinschuss am 2.–4. Tag: Brüste werden prall, warm, schwer. Kühlen zwischen den Mahlzeiten (Quarkwickel, kalter Waschlappen, Kohlblätter), Wärme vor dem Stillen (warme Dusche, warmer Waschlappen). Anlegen, anlegen, anlegen.
  • Warnsignal Mastitis: gerötete, harte, schmerzhafte Stelle, Fieber, Glieder­schmerzen. Sofort Hebamme oder Frauenärztin. Weiterstillen ist meist erwünscht.

Wenn Stillen nicht klappt oder nicht gewünscht ist: Das ist vollkommen in Ordnung. Mit Flasche oder Mix-Fütterung wachsen Kinder genauso gesund auf. Eine Stillberaterin (IBCLC) hilft bei Problemen unabhängig vom Endziel.

Mental Load & Wochenbettdepression — kein Tabu

In den ersten zehn Tagen erleben rund 50 bis 80 Prozent aller Frauen den sogenannten Baby-Blues: Heultage, Stimmungs­schwankungen, Erschöpfung. Das ist hormonell normal und vergeht meist von selbst innerhalb von zwei Wochen. Bleibt die Niedergeschlagenheit länger oder verstärkt sich, kann es sich um eine wochenbettdepression (postpartale Depression) handeln. Sie betrifft etwa eine von sieben Frauen — also nicht "die wenigen", sondern viele.

Warnzeichen, bei denen du dir Hilfe holen solltest:

  • Anhaltende Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Leere über mehr als zwei Wochen
  • Schlafstörungen unabhängig vom Baby (du kannst nicht schlafen, wenn das Baby schläft)
  • Gefühl, keine Verbindung zum Baby aufzubauen
  • Starke Angst, Panik, intrusive Gedanken
  • Schuldgefühle, das Gefühl zu versagen
  • Gedanken, dir oder dem Baby etwas anzutun — sofort Hilfe holen

Anlaufstellen: deine Hebamme, deine Frauenärztin, der Telefonseelsorgenotruf 0800 111 0 111 (kostenfrei, 24/7), bei akuter Gefahr die 112. Eine postpartale Depression ist eine Krankheit, keine Charakterschwäche — und gut behandelbar.

Auch unter der Schwelle einer Depression gibt es das Thema mental load wochenbett: das ständige Mit-Denken — wann die nächste Vorsorge ist, was eingekauft werden muss, wer Termine koordiniert. Mach diese Liste sichtbar — auf einem Whiteboard, in einer geteilten App. Was sichtbar ist, kann verteilt werden.

Was Partner:innen jetzt konkret tun können

Die wichtigste Frage in den ersten Wochen ist nicht "Wie kann ich helfen?", sondern: "Was übernehme ich, ohne zu fragen?" Hier sind konkrete Punkte für Partner:innen, Familie und Freund:innen:

  • Mahlzeiten: Drei warme Mahlzeiten pro Tag organisieren — kochen, vorkochen, bestellen. Ein Meal-Train mit Freund:innen für die ersten Wochen funktioniert hervorragend.
  • Wasser ans Bett. Eine 1,5-Liter-Flasche jeden Morgen frisch auffüllen und ans Bett stellen.
  • Wickeln, Baden, Tragen — alles außer Stillen kann übernommen werden. Tragetuch lernen, Spaziergang allein machen, damit die Wöchnerin zwei Stunden schlafen kann.
  • Hebammen- und Arzttermine koordinieren, im Kalender stehen lassen, hin- und herfahren.
  • Haushalt im Standby-Modus: Wäsche, Einkauf, Geschirrspüler. Niemand kontrolliert das Heim — alles, was sauber genug ist, ist sauber genug.
  • Besuch filtern. Niemand muss in den ersten zwei Wochen kommen. Die Wöchnerin entscheidet, wer wann wie lange. "Nein" ist ein vollständiger Satz.
  • Zuhören statt lösen. Wenn sie weint, einfach da sein, nicht sofort einen Vorschlag machen.

Wochenbett-Checkliste zum Abhaken

Hier die komplette wochenbett checkliste als Abhakliste — Kliniktasche, erste Tage zuhause, Hygiene und Mental-Load. Druck sie aus oder hak im Browser ab.

Erstausstattung Wochenbett — für dich

  • ✓ Wochenbett-Einlagen (1–2 Pakete, atmungsaktiv)
  • ✓ Netzhosen oder dunkle Baumwoll-Slips (5–7 Stück)
  • mybidet Po Dusche oder vergleichbare Po Dusche
  • ✓ Weiche Baumwolltücher, Mullkompressen
  • ✓ 2 Still-BHs / Bustiers, Stilleinlagen
  • ✓ 2 lockere Schlafanzüge / Wickelkleider
  • ✓ Bademantel
  • ✓ Wollstopper, Heilwolle (auf Hebammen-Empfehlung)
  • ✓ Lanolin-Salbe (purelan o. ä.)
  • ✓ Hamamelis- oder Zinksalbe (nach Absprache)
  • ✓ pH-neutrale Waschlotion
  • ✓ Trinkflasche 1,5 Liter, Snacks

Kliniktasche — Unterlagen

  • ✓ Mutterpass
  • ✓ Personalausweis
  • ✓ Versichertenkarte
  • ✓ Familienstammbuch / Geburtsurkunden der Eltern (für Geburtsanmeldung)
  • ✓ Geburtsplan, falls vorhanden

Hygiene-Routine erste Wochen

  • ✓ Nach jedem Toilettengang mit lauwarmem Wasser spülen (Po Dusche)
  • ✓ Beim Urinieren mitspülen — reduziert das Brennen
  • ✓ Tupfen statt wischen
  • ✓ Einlage alle 3–4 Stunden wechseln
  • ✓ Mehrmals täglich Luft an Damm/Naht
  • ✓ Keine Tampons, keine Feuchttücher, keine Seife im Nahtbereich — Alternativen siehe Feuchttücher-Alternative
  • ✓ Bei Hämorrhoiden: Wasser, Kühlen, kein Pressen
  • ✓ Kaiserschnittnarbe trocken, locker, beobachten

Erste Tage zuhause

  • ✓ Mehr liegen als sitzen, mehr sitzen als stehen
  • ✓ Niemals mehr als das Baby heben
  • ✓ Mindestens 2,5 Liter trinken / Tag (Stillende: 3 Liter)
  • ✓ Drei warme Mahlzeiten — vom Partner / Meal-Train organisiert
  • ✓ Spaziergänge anfangs nur kurz (10–15 Min)
  • ✓ Rückbildungskurs ab Woche 6–8 (Frühchen-Übungen früher mit Hebamme)
  • ✓ Hebammen-Besuche täglich in der ersten Woche, dann nach Bedarf

Mental Load & Selfcare

  • ✓ Besuche bewusst dosieren — eine pro Tag, max. eine Stunde
  • ✓ Mit Partner:in einmal pro Woche kurz besprechen: Was fehlt? Was funktioniert?
  • ✓ Geteilte Liste für Termine, Einkäufe, Termine (Whiteboard / App)
  • ✓ Stimmung beobachten — Baby-Blues vs. Wochenbettdepression
  • ✓ Telefonnummer der Hebamme griffbereit
  • ✓ Nummern: 112 (Notruf), 116 117 (ärztl. Bereitschaft), 0800 111 0 111 (Telefonseelsorge)

Wann die Hebamme anrufen?

Lieber einmal zu viel anrufen. Diese Symptome sind klare Warnsignale — bitte nicht abwarten:

  • Wochenfluss wird plötzlich wieder stärker, hellrot oder versiegt plötzlich komplett
  • Wochenfluss riecht übel oder eitrig
  • Klumpen größer als eine Pflaume
  • Fieber über 38 °C
  • Starke Unterleibsschmerzen, die nicht nachlassen
  • Rötung, Schwellung, Pochen oder Sekret an Dammnaht oder Kaiserschnittnarbe
  • Harte, gerötete Brust mit Fieber (Mastitis-Verdacht)
  • Anhaltend wunde, blutende Brustwarzen
  • Starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel (Eklampsie-Risiko bleibt einige Tage)
  • Wadenschmerzen, einseitige Schwellung (Thrombose-Verdacht)
  • Anhaltende Traurigkeit, dunkle Gedanken, Schlafprobleme

Außerhalb der Sprechzeiten: 116 117 (kassenärztlicher Bereitschaftsdienst) oder bei akuter Lebensgefahr 112.

„Die häufigste Aussage von Wöchnerinnen, die ich begleite, ist: Hätte ich gewusst, wie viel Wasser hilft, hätte ich mir einiges erspart. Eine Po Dusche neben der Toilette ist eine der einfachsten, aber wirkungsvollsten Anschaffungen für die ersten Wochen." — Aus der Hebammen-Praxis

FAQ — die häufigsten Fragen

Wie lange dauert das Wochenbett?

Das Wochenbett dauert in Deutschland regulär acht Wochen. Das Frühwochenbett umfasst die ersten zehn Tage, das Spätwochenbett die Wochen drei bis acht. Die gesetzliche Hebammen-Begleitung deckt diesen Zeitraum ab. Wochenfluss, Rückbildung und hormonelle Umstellung brauchen häufig die volle Zeit — nimm sie dir.

Was gehört in die Kliniktasche für mich selbst?

Wochenbett-Einlagen, dunkle Baumwoll-Slips, Still-BH, weiche Tücher, eine Po Dusche wie mybidet, Lanolin-Salbe, Lippenpflege, Snacks, Trinkflasche, Ladekabel, Wollstopper oder Heilwolle, ein Lieblingskissen und die Unterlagen (Mutterpass, Ausweis, Versichertenkarte). Lieber etwas weniger Baby-Sachen — die Klinik stellt das meiste.

Wie pflege ich meine Dammnaht?

Nach jedem Toilettengang lauwarm spülen — eine Po Dusche ist hier besonders sanft. Tupfen statt wischen, mehrmals täglich Luft an die Wunde, Einlagen oft wechseln. Keine Seife, keine Feuchttücher, keine engen Slips. Bei Brennen, Pochen oder Geruchsveränderung sofort die Hebamme einbeziehen.

Was tun gegen Hämorrhoiden nach der Geburt?

Wasser statt Papier reinigen (Po Dusche), kühlen, Sitzbäder mit Eichenrinde, ballaststoffreich essen, viel trinken, langes Sitzen und Pressen vermeiden. Bei akuten Beschwerden Salbe oder Zäpfchen aus der Apotheke — in der Stillzeit nur nach Rücksprache. Bei Blutungen oder anhaltenden Knoten zur Proktologin.

Wann darf ich nach Kaiserschnitt wieder duschen?

In der Regel ab dem zweiten Tag nach Freigabe des Klinikteams, sobald der Verband entfernt ist. Wasser nicht direkt auf die Narbe, keine Seife, danach sanft abtupfen. Wanne, Schwimmbad und Sauna sind tabu, bis die Narbe vollständig verschlossen ist — meist drei bis vier Wochen. Bei Rötung oder Sekret sofort melden.

Wann sollte ich die Hebamme anrufen?

Bei plötzlich starkem oder übel riechendem Wochenfluss, Fieber über 38 °C, starken Schmerzen, Veränderungen an Naht oder Narbe, gerötet-harter Brust, anhaltenden Kopfschmerzen, einseitig geschwollener Wade oder seelischer Belastung. Außerhalb der Sprechzeiten: 116 117 oder im Notfall 112. Lieber einmal zu viel fragen.

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Quellen

  1. Deutscher Hebammenverband: Empfehlungen zur Wochenbett-Begleitung und Wochenbett-Hygiene.
  2. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): S3-Leitlinien zur vaginalen Geburt und zum Kaiserschnitt.
  3. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) / Nationale Stillkommission: Empfehlungen zu Stillen und Wochenbett.

Disclaimer: Dieser Ratgeber ersetzt keine Hebammen- oder ärztliche Beratung. Bei Beschwerden bitte deine Hebamme, Frauenärztin oder den Notruf kontaktieren.

mb
mybidet RedaktionFachlich geprüft · Freigabe Hebammen-Praxis in Vorbereitung · Zuletzt aktualisiert 12. Mai 2026.